Nonliner - Websites und Weblogs
Die meisten Menschen spüren irgendwann einmal das Bedürfnis, ihre Erfahrungen, ihre Gedanken oder ganz tolle Ideen mit anderen zu teilen. Dazu bietet das Internet die klassische Website - hier oft Homepage genannt - und etwas moderner das Weblog - meist kurz Blog genannt. Die technische Realisierung ist auch mit mobilen Geräten möglich. Ich möchte im folgenden daher ein paar Wege skizzieren und damit den Helfern und Paten Mut machen, diese Möglichkeiten auch ihren Patenkindern zu zeigen - eben den digitalen Außenseitern, die oft Nonliner genannt werden.
Websites
Die klassische Methode zur Erstellung einer persönlichen Homepage dürfte wohl über die Sprache HTML und einen einfachen Texteditor führen. Dieses sicher für professionelle Websites sinnvolle Vorgehen, dürfte den hier angesprochenen Kreis eher verwirren.
Ein einfacherer und zweckmäßiger Weg wird mit der Online-Erstellung von Websites über Google Sites angeboten. Nach einmaliger Registrierung für ein Google Konto, das in der Regel bereits für die Google Mail angelegt wurde, kann man sofort aus einer großen Zahl von Vorlagen schrittweise eine Homepage basteln.
Die Verwaltung der Site auf mobilen Geräten, z.B. dem iPad, ist allerdings nur eingeschränkt möglich. Da es keine spezielle App gibt, muss mit dem Browser Safari gearbeitet werden. Es können zwar kleine Textänderungen vorgenommen werden, aber das Hochladen von Bildern ist nicht möglich. Besonders auf kleinen mobilen Geräten, wie Smartphones, ist es hilfreich, dass dort dem Nutzer automatisch eine mobile Version angezeigt wird.
Das Problem derartiger Sites für Private ist m.E. ein schlechtes Verhältnis von Aufwand und Ertrag. Trotz Vorlagen wird man viel Zeit beim Suchen von Bildern und Texten verbringen. Auch die Festlegung einer Struktur bzw. Navigation, mit der spätere Nutzer die Inhalte einfach finden können, ist nicht einfach. Ganz zu schweigen von aufwändigen Änderungen.
Weblogs
Das Prinzip von Weblogs ist da schon einfacher. Es wird einfach immer dann etwas veröffentlicht, wenn es Autorin oder Autor wichtig erscheint. Der Name Web-Log ist ein Kunstwort aus Website und Logbuch. So erscheint dort der neueste Beitrag wie im Logbuch auch immer an oberster Stelle. Zur Strukturierung kann man jeden Beitrag mit Etiketts - Labels oder Tags genannt - versehen.
Die wohl bekanntesten Dienste, wie Blogger, Wordpress und Posterous, bieten viele Vorlagen zur relativ individuellen Gestaltung der Blogs an. Bereits nach Registrierung und Auswahl einer passenden Vorlage kann der erste Beitrag veröffentlicht - man sagt gepostet - werden. Die weitere Administration wird durch spezielle App aller drei Dienste erleichtert. Besonders auf kleinen mobilen Geräten, wie Smartphones, ist es hilfreich, dass dort dem Nutzer automatisch eine mobile Version angezeigt wird.
Bei Posterous dürfte der mit diesem Beitrag angesprochene Kreis besonders gut aufgehoben sein, denn der Dienst bietet das Versenden von Beiträgen per E-Mail mit Anhängen an. So lassen sich nicht nur Texte, sondern auch Bilderserien, Audios und Videos als Blogbeiträge versenden. Aus den Bildern werden automatisch Bildergalerien erstellt und sowohl Audios als auch Videos werden eingepasst.
Alle oben genannten Dienste lassen sich aber auch vom iPad sehr gut mit der kostenpflichtigen App Blogsy administrieren. Man kann Texte erstellen und Bilder sowie Videos einfügen. Die Bilder werden aus der App bei Picasa, Wordpress oder Flickr und die Videos bei YouTube hochgeladen, d.h. dort ist auch eine Registrierung erforderlich.
Mit diesem Beitrag möchte ich die Serie "Nonliner" zunächst abschließen. Ich hoffe, dass ich damit ein paar Anregungen gegeben habe, wie mobile Geräte dabei helfen können, bisherigen digitalen Außenseitern einen leichteren Einstieg in die Welt des Internets zu ermöglichen.



