Twitter - ja oder nein?
Mit der Frage nach Sinn und persönlichem Nutzen dieser Twitterei stehe ich also nicht allein. Durch einen Beitrag im Blog Trainigskonzepte (danke Ellen Trude!) finde ich jetzt auf TwiTip den Hinweis, dass "Twitter so schlecht oder so gut ist, wie die Nutzer es machen". Hier ein paar Stichworte, die ich relativ frei zu übersetzen versucht habe (mehr als Hilfe, weniger wegen meiner Fähigkeiten ;=)).
Jamie Harrop schreibt 5 Tipps nach dem Motto "Wenn dir Twitter einen Wert geben soll, solltest du zunächst Twitter einen Wert geben".
- Gebe Nachrichten weiter
(Retweet messages)
So eine Weiterleitung (einfach mit "RT twittername" beginnen) schafft Beziehungen und zeigt Freude am Beitrag der Person, deren Beitrag du weiterleitest. - Suche dir Freunde durch Rückmeldungen
(Build friendships by Replaying)
Schreibe regelmäßig ein paar Beiträge, beachte aber auch die Beiträge derer, die dir folgen. Gebe ihnen eine Rückmeldung (einfach mit "@twittername" beginnen), denn das schafft (meistens) Freunde. - Genieße Twitter wie eine Party
(Treat Twitter Like a Party)
Erwarte keine schnellen Resultate, denn du must zunächst ehrliche und feste Partnerschaften bilden. - Führe neue Menschen heran
(Introduce New Peoples)
Twitter ist ein Spiel mit Emotionen und Partnerschaften. Zeige anderen, wie wichtig ihre Tweets für dich sind. Baue Win-Win-Situationen auf! - Beginne eine Unterhaltung und teile die Ergebnisse
(Start a Conversation and Share the Results)
Ein guter Weg zu Interaktionen ist der Start von Umfragen, oder auch nur das Stellen einer Frage. Nutze die ggf. mit Weblogs gemachten Erfahrungen auch für Twitter.
Ich werde es einmal versuchen, denkt
HoSi
9 comments
denkt Marlit
Was für englisch-sprachige Studenten klappt, sollte doch auch für deutsch sprechende SeniorInnen gelten, oder?
Nachher: ich twittere seit 10 Tagen. 32 updates, ich folge 17 Leutchen und einigen Gruppierungen (selbst ausgewählt, also beliebig zu erhöhen) und mir folgen 13, teils wohl aus sachlichen, teils aus mir unklaren Gründen
Mir gefällt:
Die Kurz-Infos schwirren nur so rum in der Twitterwelt.
Ich kann auch welche schicken, muss lernen mit den 140 Zeichen was rüberzubringen, ich habe gemerkt, dass ich doch etwas mitzuteilen oder weiterzugeben habe.
Es geht schneller als einen Blogbeitrag zu verfassen, also tue ich es auch öfter.
Ich nutze seit kurzem twhirl, macht es einfacher. TwitPic muss ich noch ausprobieren. Die zahlreichen Twitter-Erweiterungen beweisen wohl den Twitter-Hype der letzten Monate.
Twitter = Sammelsurium von Inhalten, die Auswahl liegt aber bei mir, ich erkenne die Twitterprofile ganz gut an den Inhalten einzelner Tweets und an den angegebenen Blogs und Websites der Twitterer.
Mit Twitter und anderen Web2.0-Tools kann ich ein Netz aus Personen z. Teil selbstbestimmt zu knüpfen, die man sonst nicht so einfach unter einen Hut bringen könnte, vermutlich weil man sie nicht so ohne weiteres aus einem einzigen Datenpool zusammenstellen kann. Durch viele Zufälle bin ich interessanten Leuten begegnet, denen ich jetzt aufmerksam folge, wenn mir ihr Gezwitscher gefällt. Die Cebit ist zur Zeit auch ein gutes Demo-Projekt fürs Twittern. Da ich Sascha Lobo und Sixtus und Markus Fuchs folge, habe ich vieles aufgeschnappt. Ich denke, Twitter kann ein guter Vermittler zu anderen Quellen sein, z. B. zu Meetings, Barcamps, Weblogs, Websites und Portalen, vor allem aber zur E-Learning-Szene und deren Protagonisten.
Twitter scheint mir zur Zeit d e r weltweite Infopool zu sein, der mich relativ nah auch mit wichtigen und bekannten Menschen zusammenbringen kann – in meinem Fall meine ich Informationsprofis (für andere könnten es Künstler oder Politiker oder Gruppierungen sein). Mich interessiert das Informations- und Wissensmanagement, dieser Schwerpunkt ist sehr gut vertreten, vermutlich kriege ich nur einen Bruchteil davon mit, aber der lastet mich bereits gut aus.
Ich bin zwar ein Twitter-Neuling, aber ich empfehle vor der Ablehnung das Ausprobieren. Twittern bedeutet für mich nach diesem kurzen Test: brandneue Infos erhalten und versenden, und zwar unproblematischer und schneller als mailen – posten – bloggen.
"In der Kürze liegt die Würze" oder "Weniger ist mehr" sind Volksweisheiten, die bei Twitter in Aktion umgesetzt werden.
Es ist eine "Kunst", sich in 140 Zeichen verständlich auszudrücken. Diese Sprachfertigkeit zu üben erfordert Kreativität. Kreativität führt zu Wohlbefinden. Und "Schwätzer" (Zeitdiebe) haben keine Chance.
Hier ist ein Link, wozu Twitter auch gut sein kann:
Wenn du dir keine Therapie leisten kannst: Twitter
Ohne ergänzende Blogs usw. ist Twitter ziemlich sinnlos. Ale Nachrichtenmedium und Ersatz für RSS und Newsletter hat es seine Berechtigung.
